Rundbrief Ostern 2002

Liebe Freunde der Abtei Kornelimünster!

Zum Osterfest wünschen wir Mönche von Kornelimünster Ihnen Gottes Segen der Auferstehung und lebendigen Lebens. Wir erhoffen diesen Segen natürlich auch für uns selbst. Und wir sind überzeugt, dass jeder, der wirklich lebt, Leben schenken kann. So sind wir nicht nur Gott dankbar, sondern auch einem jeden von Ihnen, die Sie uns Leben schenken, wo und wie es in Ihnen lebendig ist. Wir hoffen andererseits, dass auch wir den Lebensfunken „Ostern“ hier und da an Sie weiterreichen können.

Die Zeit seit Weihnachten, als Sie den letzten Rundbrief erhielten, war eine gefüllte Zeit. Abt Albert war mit vielen Eindrücken von der Herbst-Konferenz unserer Benediktinerkongregation in Togo und Ghana (Nov. 01) zurückgekehrt. Einzelgäste, Gästegruppen und Kurse, die wir selbst anboten, füllten unser Haus, - die Mitbrüder des benachbarten Klosters Benediktusberg in Vaals (NL) besuchten uns an einem Nachmittag (17.01.), - der Chor der Katholischen Studentengemeinde Aachen war mit einem Konzert „Venezianischer Abend“ zu Gast in unserer Kirche (03.02.), - die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Karnevalssamstag über Karnevalsflüchtlinge (09.02.).

Frater Egilhard schloss den ersten Abschnitt eines  Kurses für Ordensleute „Begleitung im Alter“ ab, der vom Ordensreferat des Bistums Paderborn angeboten wurde. Über zwei Jahre verteilt waren die Teilnehmer immer wieder für eine Seminarwoche zur Fortbildung zusammen. Im Zusammenhang mit dieser Fortbildung war und ist Frater Egilhard regelmäßig Montag morgens im Altenheim in Stolberg-Venwegen, um das Gehörte in der Praxis zu erproben und zu vertiefen.

Am Montag, 28.01., rückten pünktlich um 08:00 Uhr die Handwerker an und begannen die „unruhigen Monate“ dieses Jahres. Die Baumaßnahmen, die wir in der Fernziel-Planung beim „Tag der Freunde“ im vergangenen Jahr vorstellten, sehen als konkreten Schritt in diesem Jahr vor, dass unser Neubau-Flügel so weit ertüchtigt wird, dass wir 20 Gästezimmer, eine neue Küche und die Refektorien des Konventes und der Gäste dort unterbringen. Um die Arbeiten durchführen zu können, zieht der Konvent für die kommenden Monate (bis Ende September) noch einmal in den straßenseitigen Altbau um. Da auf jeden Fall und auf Dauer (!) die Pforte wieder an die Straßenseite des Klosters verlegt werden sollte und die weiteren Bauschritte der Zielplanung zeitlich im Moment nicht fixierbar sind, sind wir jetzt – vor den Arbeiten im Neubau - in den alten Pfortenräumen, im Kreuzgang und im Wohnbereich der Mönche Sanierungen und Ertüchtigungen angegangen, die nötig und für eine längere Zeit der intensiveren Nutzung dieses Bereiches sinnvoll sind. Als praktische Information ist für unsere Besucher wichtig: Die Klosterpforte ist ab ca. Mitte März wieder in das Altgebäude an der Oberforstbacher Strasse verlegt!

Unmittelbar nach Ostern werden die Arbeiten im und am Neubauflügel beginnen. Das Dachgeschoss wird mit Zellen für den Konvent ausgebaut. Bei der Erstellung 1990-92 wurden die dafür notwendigen technischen Anschlüsse bereits installiert. Indem der Konvent in das ausgebaute Dachgeschoss einzieht, werden alle Zimmer im ersten Geschoss für den Gäste zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss werden das Gäste- und das Konventrefektorium und im Kellergeschoss die neue Küche eingerichtet.

Die Arbeiten sind bis Ende September terminiert. In dieser Zeit wird unser Gästebereich in reduziertem Rahmen weitergeführt werden können, - sicher in einem bescheideneren Ambiente, aber eben nicht einfach geschlossen. Wenn Sie uns für einige Tage besuchen wollen, fragen Sie also durchaus an. Auch „Unmögliches“ ist bisweilen möglich; nur Wunder dauern etwas länger. – Übrigens: 2001 zählte unsere kleine Gastabteilung 2.748 Übernachtungen.

So nervig und stressig Sanieren, Optimieren und Bauen ist, so sehr ist es ein Bekenntnis der Einwurzelung und der Zuversicht. Wir bitten Sie, uns in dem Ziel Der Zukunft Zukunft geben zu stärken und zu unterstützen.

In den Anfang der Hauptbauphase wird die feierliche Profess von Frater David Palm fallen (01.05., Pontifikalamt 14:30 Uhr). Wir laden Sie herzlich ein, an seiner und unserer Freude teilzunehmen. Eine ewige Profess ist für ein Kloster ein Hochfest der Überzeugung, dass Glaube Zukunft hat.

Mitten in die Bauzeit fällt der Tag der Freunde (30.06.), zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen. Beide Feste sind sicher auch eine gute Gelegenheit, den Fortgang der Arbeiten in Augenschein zu nehmen.

Wenn Sie diesen Brief erhalten, werden wahrscheinlich zwei markante Geburtstage von Mitbrüdern schon hinter uns liegen. Am 10.03. wird P. Georg 65 Jahre alt und eine Woche später (17.03.) begeht Abt Albert den 60. Geburtstag. Der Präses unserer Benediktinerkongregation, Abt Thierry Portevin, wird uns zum Geburtstag von Abt Albert mit seinem Besuch erfreuen.

Wir hoffen, Sie mit diesem Bericht wieder an „Ihre“ Abtei erinnert zu haben. Wir danken Ihnen für alles Mitgehen und Begleiten.

Ihre Mönche der Abtei Kornelimünster