Weihnachten 2006

Liebe Freunde!

Mit dem Advent schauen wir neu in die Zukunft, - neu auf die neue Geburt von Himmel und Erde, - neu auf unsere ganz eigene neue Geburt. Wir tun es in dem Glauben, dass die Geburt Jesu Christi vor 2000 Jahren unsere Menschwerdung vollendet hat und weiter und weiter vorwärts bringen kann und will. Weihnachten „war“ damals … und „will“ uns heute. Werde es, was es werden will: Gottes Geburt in uns und unsere Geburt in Gott!

Das zu Ende gehende Jahr stand ganz und immer wieder an Einzeltagen im Zeichen der Rückkehr der Mönche nach Kornelimünster vor 100 Jahren. Aus der zweiten Jahreshälfte sind vor allem der „Tag der Freunde“ (27.8.) und die Begegnung mit Benediktinern aus Nordwesteuropa am Fest des hl. Kornelius (16.9.) als Hochpunkte zu erwähnen. Gerade an solchen Tagen dürfen wir das Kloster als Knotenpunkt im Netz Gottes und der Menschen erfahren. Mitbrüder-zentrierte Höhepunkte waren der 80. Geburtstag von Frater David (16.3.) und das silberne Priesterjubiläum von P. Friedhelm am „Tag der Freunde“. Freunde, die solche Gelegenheiten wahrnehmen, mit uns Verbundenheit zu feiern, sind ein Schatz, der Leben immer wieder mit Freude füllt. Danke!

Mit dem Pfingstfest schloss sich Pfr. Guido Bartels aus dem Erzbistum Paderborn unserer Gemeinschaft als Postulant an. Es braucht zwar nicht viele Mitbrüder, um das Feuer Gottes in die Welt leuchten zu lassen - dazu reicht schon einer allein -, aber wir sind dankbar, wenn einer mehr den Weg mit uns gehen will. Guido Bartels wächst mehr und mehr in unsere Gemeinschaft hinein und wir dürfen Sie alle bitten, ihn und uns im Wachsen durch Ihr Gebet und Ihr lebendiges Interesse zu stärken. Miteinander können wir ein großes „Osterfeuer“ sein, das wärmt und leuchtet.

Unser Umbauvorhaben haben wir in diesem Jahr in intensiven Planungsdiskussionen gut vorwärts gebracht. Ich wage zwar nicht mehr so recht, ein bestimmtes Datum zu nennen, an dem die Bauleute und Handwerker die große Staubwolke aufwirbeln, aber das zumindest kann man sagen, dass zur Zeit die Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke erarbeitet und versandt werden. Auch hier stehen wir im „Advent“ und er ist schon weit vorgeschritten.

Über das große Vorhaben hinaus und unabhängig davon planen wir einen „Mini-Aufzug“, um Gehbehinderten und vor allem Rollstuhlfahrern über die „Stufe“ vom Kirchenboden-Niveau auf die Höhe des Chorraums, in dem wir die Werktagseucharistie feiern, hinwegzuhelfen. Die Notwendigkeit, behindertenfreundlich zu denken und zu planen, ist eine Aufgabe, der wir uns nicht entziehen können (und wollen). Wenn Sie uns bei der Realisierung unterstützen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar. Nach unseren Erkundigungen, müssen wir mit etwa 10-12.000 € rechnen.

Mit diesem Rundbrief erhalten Sie auch das Kursprogramm für das erste Halbjahr 2007. Über das Programm hinaus machen wir auf einige Termine aufmerksam, die Sie sich vielleicht notieren wollen.

Jahresversammlung des Vereins der Freunde: 14. März. Neben den anstehenden Vorstandswahlen und weiteren Formalien bemühen wir uns, für den inhaltlichen Vortrags-Teil einen Referenten zu finden, der uns in die im kommenden Jahr stattfindende Heiligtumsfahrt Aachen/Kornelimünster einführt.

Frater Matthias gedenkt in der Osterwoche (11.4.) der Ablegung seiner Mönchsgelübde vor 25 Jahren. Wir überlegen noch, wie wir die äußere Feier am Weißen Sonntag gestalten werden.

Der „Tag der Freunde 2007“ soll unmittelbar nach den Sommerferien am 5. August begangen werden. Er wird die äußere Feier für das silberne Abtsjubiläum von Abt Albert sein.

P. Oliver wird am 29. Januar 50 Jahre alt, P. Georg am 10. März 70 Jahre und Abt Albert am 17. März 65 Jahre. Der eigentliche Tag seiner Abtsweihe ist der 25. Juli. Am 28. August vor 40 Jahren ist Abt Albert zum Priester geweiht worden. Diese Tage werden alle mehr oder weniger „stille Tage“ sein.

Liebe Freunde, jedes Jahr ist ein „Jahr des Herrn“. Wir bitten um seine Nähe in allen Tagen und ihren Freuden und Nöten. Wir danken für seine Nähe in allen Stunden. Wir sagen damit nicht, dass alles und jedes uns in verklärtem Licht erscheint, aber wir glauben, dass alles in Gott geborgen ist. Wir glauben, dass Gott uns nahe war im vergangenen Jahr, - dass er uns nahe ist im Heute, - dass unsere Zukunft in ihm geborgen ist. In allen Aufgeregtheiten ist das eine Quelle der Gelassenheit.

Gott sei Dank, dass es Sie gibt. Gott sei Dank, dass er uns begleitet und führt.

Ihre Mönche der Abtei Kornelimünster

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