Rundbrief Sommer 2008

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Hauses,

lange ist es her, dass Sie ein Rundbrief aus Kornelimünster erreichte. In den letzten Monaten seit Dezember ist vieles geschehen; einiges von dem gilt es zu berichten.
Zu Weihnachten besuchte uns P. Albert und baute in gewohnter Weise unsere Krippe auf. Weihnachtsgäste waren nicht viele im Haus, so dass die Feiertage recht ruhig ver-liefen. Umso intensiver wurde der Kurs zum Jahreswechsel besucht.
Im Februar erlitt der Vater von P. Friedhelm, Herr Ernst Tissen, einen schweren Schlaganfall, an dessen Folgen er wenige Tage später, am 27. Februar, starb. Am Samstag den 01. März fand in Alpen das Requiem statt, an dem als Vertreter unseres Konventes P. Prior Oliver teilnahm. Am Nachmittag erfolgte dann die Beisetzung.
Am 12. März versammelte sich der Konvent unter Leitung von Abtpräses Bruno Marin OSB, Rom und Abtpräses Ansgar Schmitt OSB, Trier, zur Abtswahl. Aus der Wahl ging P. Friedhelm als neuer Abt unserer Gemeinschaft hervor. Die Bestätigung durch die Assistenten von Abtpräses Bruno erfolgte am Abend desselben Tages, so dass am Donnerstag dem 13. März in einer schlichten Feier in der Kirche die sogenannte Installation erfolgen konnte. Obwohl die Feier bereits morgens um 08.00 Uhr stattfand, fanden sich etliche Nachbarn und Freunde unseres Hauses bereits in der Kirche ein.
Abt Friedhelm stellte seinen Dienst unter ein Wort aus der Regel des heiligen Benedikt: Per ducatum Evangelii - Unter der Führung des Evangeliums.
Ostern war ein ruhiges Fest; die Gottesdienste gut besucht, die Festtagsgäste im Haus hielten sich in Grenzen. In der Osternacht war die übliche Begegnung nach der Auferstehungsfeier vom Kreuzgang in den neuen Festsaal verlegt worden. Noch war er ohne Möbel, sprach aber die Besucher stark an.
Am 13. April erteilte unser Diözesanbischof Dr. Heinrich Mussinghoff dem neu gewählten Abt die Benediktion. Die Kirche war mit gut 900 Personen mehr als gut gefüllt. Wie viele Personen zum Eintopf und zu Kaffee und Kuchen blieben ist gar nicht genau anzugeben. Es waren sehr viele. Über 50 Kuchen und Torten, zum Teil kunstvoll verziert mit dem Wappen der Abtei oder dem Leitspruch von Abt Friedhelm, wurden vertilgt, der Kaffee floss in Strömen - und bei den vielen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Fest nicht gefeiert werden kann, sicherlich auch der Schweiß. Allen diesen Helferinnen und Helfern gebührt auch an dieser Stelle ein herzliches Vergelt's Gott!!!
Würden hier jetzt Namen von Gästen aufgezählt, so käme der Rundbrief an kein Ende. Wohl seien erwähnt neben Bischof Heinrich der Generalvikar Manfred von Holtum, Vertreter des Domkapitels, Abtpräses Bruno Marin aus Rom, viele Mitbrüder aus nah und fern - und eine stattliche Anzahl von Familienangehörigen von Abt Friedhelm, darunter seine Mutter, seine Patentante, die Witwe seines verstorbenen Patenonkels sowie seine Geschwister und eine Nichte.
Am Ende des Hochamtes bedankte sich Abt Friedhelm u.a. bei P. Albert, der den Dienst des Abtes 25 Jahre lang ausgeübt hat und bei P. Prior Oliver, der vom vergangenen Herbst an die Geschicke unseres Hauses leitete.
Den Abschluss fand das Fest mit der gut besuchten Feier der Vesper; der Hochchor konnte die Beter kaum fassen. --- Fotos der Abtsweihe > Link
In der Folge der Abtswahl gab es bisher nur kleine Veränderungen in der Besetzung von Ämtern:
P. Prior Oliver Johannes wurde in seinem Amt bestätigt. Zusätzlich übernahm er das Amt des Cellerars, da P. Georg um Entpflichtung von diesem Amt gebeten hatte. Über Jahrzehnte hat er dieses Amt zum Wohle des Hauses und der Gemeinschaft gewissenhaft und erfolgreich ausgeübt. Dafür gilt ihm aufrichtiger Dank! Das Amt des ersten Kantors wurde Fr. Antonius übertragen.
In den vergangenen Monaten war auch immer unser Umbau "Thema". War die Fertigstellung für Mitte Dezember versprochen, zögerte sich diese immer weiter hinaus. Selbst alle Anstrengungen bis zur Abtsbenediktion den Umbau der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden nicht von Erfolg gekrönt. Wohl konnte im Rahmen der Abtsbenediktion der Festsaal genutzt werden, nachdem er zum "Frühschoppen" am 02. März sozusagen die "Generalprobe" bestanden hatte. Am 06. Mai konnte der Umzug von Verwaltung und Pforte vor die Kirche als erfolgt gemeldet werden. Seither ist der Zugang zur Kirche und zur Pforte unter den Rundbögen an der Straßenseite zu finden. Einen guten Monat später, am 13. Juni, wurde eine Stele mit dem Namen unseres Hauses vor der Kirche aufgestellt. Der Schriftzug weist die Oberforstbacher Straße hinauf und hinunter, das Emblem der Abtei wurde in Corten-Stahl gefertigt zur Straßenseite hin angebracht. Das Abtei - Wappen sowie unsere Hausnummer "71", ebenfalls aus Corten-Stahl, wurde am Paradies befestigt.

Einen Höhepunkt erlebte unser neugestalteter Bau, als er am "Tag der Architektur", der in ganz Nordrhein-Westfalen an ausgewählten Objekten begangen wurde, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Am Samstag und Sonntag, den 21. und 22. Juni, besichtigten ca. 1000 Leute die neuen Räume, fachkundig geführt von unserem Architekten Paul Elmar Sommer, Monschau, und durch P. Oliver. Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet; zugleich macht es deutlich, wie sehr unser Haus im Blick der näheren und weiteren Umgebung ist. Auch viele neue Nachbarn des Siedlungsgebietes "Kornelimünster West" nutzten die Gelegenheit einen Blick hinter die Klostermauern zu werfen. Fr. Egilhard sowie Frau Sommer betreuten die Gäste, die im Festsaal eine Erfrischung zu sich nehmen wollten und einfach das Gespräch suchten.
Inzwischen ist der gesamte Umbau an ein gutes Ende gekommen, mit Ausnahme der Pilgerstube im Tiefparterre, wo noch einige Arbeiten geleistet werden müssen. So werden wir am "Tag der Freunde" am 10. August in großer Freude die Einweihung der neugestalteten Räume vornehmen können. Auch der Innenhof, der momentan noch arg "ramponiert" und verwildert aussieht, soll bis dahin wieder ansehnlich werden.
Aus dem Konvent ist noch zu berichten, dass Fr. Matthias im Juni eine Fortbildung am Ordensinstitut "IMS", Bonn, in "Geistlicher Begleitung" mit Erfolg abgeschlossen hat. Diese Ausbildung währte, unterteilt in verschiedene Ausbildungswochen, über ein Jahr.
Die Kräfte unseres Fr. David lassen immer mehr nach. Der Dienst an der Pforte, den er immer wieder bereitwillig übernahm, wurde ihm zu mühsam. Unsere Überlegungen führten dazu, treue Freunde unseres Hauses um Mithilfe zu bitten. So erklärten sich Herr Mikliss aus Aachen-Brand und Frau Groten aus Aachen-Stadt sich bereit, an insgesamt vier Nachmittagen den Pfortendienst zu übernehmen. An dieser Stelle sei den beiden von Herzen gedankt. Immer wieder kommt Frau Mikliss mit ihrem Mann mit und hilft im Hause, wo "Not an der Frau" ist. Auch ihr gilt unser Dank.
Seit dem 07. Juli ist P. Albert wieder ganz im Haus. Er kehrte aus Ghana zurück, wo er seit Pfingsten in einem Haus unserer Kongregation weilte und dort verschiedene Dienste übernahm. Die Rückkehr fiel mitten in die Ferienzeit verschiedener Mitbrüder, so dass jede Person, Stimme und Hand mehr ganz einfach willkommen sind. Wir sind froh und dankbar, dass P. Albert wieder in unserer Mitte weilt! - Im Hause wird er u. a. verstärkt bei den Gästen und in der Küche Verantwortung übernehmen.
Sicherlich sind in diesen Zeilen nicht alle bedeutenden Ereignisse der letzten Monate aufgezählt; aber ein kleiner Überblick ist gegeben. So möchten wir Sie am Ende dieses Briefes herzlich einladen zum Tag der Freunde am 10. August. Und für das 2. Halbjahr legen wir das Kursprogramm bei.
Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen, gute Erholung in den Wochen des Sommers sowie ein frohes Wiedersehen am Tag der Freunde, einer anderen Veranstaltung oder "einfach so" zwischendurch.

Es grüßen Sie
Ihre Mönche von Kornelimünster

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