Kloster-ABC

Habit

Habit bei den Benediktinern das Ordensgewand. Der Habit besteht aus dem Grundkleidungsstück, der Tunika, die mit einem Ledergürtel (Zingulum) zusammengehalten wird, und dem Überwurf des Skapuliers mit Kapuze. Das Skapulier entwickelte sich aus einem Wetterschutz, wie wir ihn heute etwa als Anorak kennen. Zu dieser Normalkleidung kommt für den Chorgottesdienst der Chormantel, die weitgeschnittene Kukulle mit sehr weiten Ärmeln. Die Farbe des Habits der Benediktiner ist schwarz. Im Mittelalter wurden sie daher teilweise als die »schwarzen Mönche« bezeichnet. Allgemein kann man sagen, dass die Orden in ihren Anfängen einfach die alltägliche Kleidung der Leute trugen, wie sie zur Gründungszeit der Orden jeweils üblich war. Weil man die wechselnden Kleidermoden der Gesellschaft nicht mitmachte, wurde die Ursprungskleidung nach und nach etwas Besonderes. So wurden die Ordenstrachten zu einem charakteristischen Erkennungszeichen der jeweiligen Orden. Reformen innerhalb des Ordens und Neugründungen von Orden spiegeln sich durchwegs in kleineren oder größeren Änderungen des Gewandes oder ganz neuen Gewandformen wieder.  In seiner Regel widmet Benedikt der Kleidung das Kapitel 55.

Albert Altenähr OSB
2003-02-17

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