Kloster-ABC

Schweigen

„Silentium perpetuum“. Inschrift aus dem Kloster Sacro Speco, Subiaco (Italien). (Foto: Daniel Tibi OSB)Schweigen ist die innere Lernatmosphäre, in der das Wort des Meisters ein Ohr findet (vgl. RB 6). Der Übungsraum des Schweigens ist die äußere Stille. Benedikt kennt Stunden (vgl. RB 42; 48,5), Vollzüge (vgl. RB 38,5) und Orte (vgl. RB 52,2), die in besonderer Weise vom Schweigen und der Stille durchprägt sein sollen. Das Schweigen ist für das frühe Mönchtum nicht einfach ein asketisches Den-Mund-Halten, sondern eine Hinformung auf Christus hin: Diabolus sonum quaerit, Christus silentium – Der Teufel sucht den Lärm, Christus das Schweigen.

In einigen Klöstern findet sich der mahnende Schriftzug Silentium; es gibt etliche Benedikt-Darstellungen, die ihn mit dem Zeigefinger die Lippen verschließen zeigen.

Albert Altenähr OSB
2003-02-17

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