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Einzelgäste

„Ich möchte als Gast ins Kloster kommen. Was muss ich tun?“ Es ist viel einfacher, als Sie vermuten. Eigentlich reicht es, dass Sie eine konkrete Zeit angeben, in der Sie kommen möchten. Es ist natürlich möglich, dass wir Ihnen zu Ihrem gewünschten Idealtermin vielleicht gerade keine Möglichkeit eines Gastaufenthaltes geben können, weil wir ausgebucht sind.

Unsere Gastfreundschaft ist offen für Männer und Frauen, für Glaubende, Suchende und Nicht-Glaubende, für Christen jeder Konfession und Nicht-Christen. Wir wollen den Menschen einen Raum öffnen, in dem sie zu sich finden können. Dabei kann die fremde Atmosphäre eines Klosters und seines Lebens aus Gott ein Nachdenk-Anstoß sein.

Wenn Sie erstmals einen Klosteraufenthalt suchen, dann empfehlen wir für den ersten Besuch einen kurzen Zeitrahmen (etwa drei Tage bis höchstens eine Woche), damit Sie für sich entdecken können, ob das überhaupt etwas für Sie ist.

Als Gast sind Sie eingeladen, an den Gebetszeiten des Klosters teilzunehmen, wobei Ihnen die Freiheit bleibt, das entsprechend Ihren Bedürfnissen zu dosieren. In der Regel nehmen männliche Einzelgäste die Mahlzeiten mit den Mönchen ein. Für Gruppen, Paare und weibliche Einzelgäste haben wir einen eigenen Speiseraum.

Neben der Möglichkeit des Gebetes mit unserer Gemeinschaft ist vielleicht das bedeutendste Angebot eines Klosters die Stille. Sie ist in heutiger Zeit eine große Herausforderung geworden. Sie ist kein negativer Leerraum, den man „auf Teufel komm heraus“ mit allem (Un-)Möglichen überbrückt, sondern positiv ein Freiraum für das Eintauchen in die eigene Tiefe. Die Herausforderung der Stille ist darum die „Herauf-Förderung“ dessen, was in Ihnen ist. Bei dieser Arbeit ist der Gastpater gerne bereit, in Gesprächen begleitend zur Seite zu stehen.

Die vielfachen Veröffentlichungen von Klosterführern oder Berichte in Zeitschriften und Zeitungen über „Alternativurlaube in Klöstern“ sollten nicht dahin verstanden werden, dass ein Kloster nicht mehr sein will als ein übliches Ferienquartier in einem vielleicht exotischen Ambiente. Klosteraufenthalt ist das Angebot einer Lebensform, die anregen will, den eigenen Lebensfragen nachzuspüren und den Reichtum und die Nährkraft der Tiefe zu entdecken und für das Leben fruchtbar zu machen.

Noch ein paar praktische Aspekte: Aus ökologischen Gründen und zur Entlastung unseres kleinen Haushalts bitten wir darum, nach Möglichkeit Bettwäsche und Handtücher mitzubringen. Bettwäsche nach kurzem Gebrauch schon wieder zu waschen, ist ökologisch und ökonomisch sicher nicht sehr sinnvoll. Ihre Mitgäste werden sich darüber freuen, wenn Sie im Haus laufleise Schuhe tragen. Ein resoluter Schritt auf dem Parkettboden des Gästebereichs ist in den Zimmern doch gelegentlich störend. Wir bitten Sie darauf zu verzichten, Hunde und andere Haustiere mitzubringen. Für unseren Tagesplan ist es günstig, wenn Sie nachmittags zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr anreisen können. Dann ist genügend Zeit, Sie mit unserem Haus vertraut zu machen. Wenn Sie erst später kommen können, wären wir für einen entsprechenden Hinweis dankbar.

Hilfreich für uns ist es, wenn Sie uns im Vorfeld das eine oder andere über sich selbst mitteilen. Das hilft uns, uns unsererseits auf Sie und Ihre Bedürfnisse einzustellen. Wir sind genauso gespannt auf Sie, wie Sie auf uns!

Beachten Sie auch unser Kursprogramm, zu dem Sie sich direkt online anmelden können.

Interesse?

Wenn Sie Interesse an einem Gastaufenthalt bei uns haben, kontaktieren Sie unseren Gastmeister Abt Friedhelm Tissen OSB oder seinen Mitarbeiter Frater Daniel Tibi OSB per E-Mail. Zu unseren Kursen können Sie sich auch direkt online anmelden.